Januar 2026. Ihr plant das Jahr, überprüft eure Preise, rechnet das letzte Quartal ab – und fragt euch: Die tatsächlichen Stunden in Projekt X? Unklar. War eure Arbeit für den Kunden Y profitabel? Wo versickert die Zeit? Und wie kommen die Überstunden im Dezember zustande?
Digitale Zeiterfassung ist 2026 nicht nur Pflicht, sondern euer Hebel für profitable Projekte und gesunde Arbeitszeiten.
Was ist digitale Arbeitszeiterfassung? Die elektronische Erfassung von Arbeitszeiten – Beginn, Ende, Pausen und Projektzuordnung – per App, Software oder Web-Tool. Im Gegensatz zu Excel-Listen oder Stundenzetteln: skalierbar, auswertbar und rechtssicher.
Das heißt konkret: Moderne Zeiterfassung verbindet EU/DACH-Compliance mit messbarem Nutzen – bessere Kalkulation, weniger Scope Creep (die schleichende Erweiterung des Projektumfangs), faire Arbeitszeiten und deutlich schnellere Rechnungsstellung.
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Die rechtliche Richtung ist eindeutig: Das Bundesarbeitsgericht hat 2022 (1 ABR 22/21) klargestellt, dass Arbeitgeber in Deutschland Beginn, Ende und Überstunden ihrer Mitarbeitenden erfassen müssen (ArbZG). Die Grundlage dafür legte das EuGH-Urteil von 2019, das alle Mitgliedstaaten zu objektiven, verlässlichen Systemen verpflichtet.
Deutschland: Erfassung von Beginn, Ende und Überstunden ist Pflicht.
Österreich: § 26 AZG regelt die Aufzeichnungspflicht konkret.
Schweiz: Das SECO kennt neben der ordentlichen Erfassung auch vereinfachte Modelle (Art. 73 ArGV 1).
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Echte Ist-Zeiten machen Angebote und Retainer realistisch: präzisere Aufwandsschätzung pro Leistung (Konzept, Design, Dev, QA, Bauleitung, …), weniger „wir haben uns verschätzt" und klarere Preise für wiederkehrende To Do’s und Aufgaben-Pakete.
Arbeitszeiterfassung zeigt, wann ein Projekt aus dem Rahmen läuft, bevor es eskaliert. Besonders wertvoll für Agenturen, Architekturbüros und Freelancer, wo Änderungswünsche zum Alltag gehören.
Digitale Stundenzettel liefern belastbare Daten: Auslastung pro Person, echte Aufwände vs. Schätzung, realistische Sprint- und Milestone-Planung.
In kreativen und IT-lastigen Umfeldern entsteht Überlast oft schleichend. Ein Time-Tracking-System macht Über- und Unterstunden sichtbar und ermöglicht sauberen Ausgleich – ganz im Sinne der EU-Vorgaben zu messbarer Arbeitszeit.
Für Freelancer und Teams heißt das: Rechnungen in Minuten und nachvollziehbare Stundennachweise und Arbeitszeitnachweise.
Freelancer & Selbstständige: Saubere Übersicht über Zeitinvest, schnellere Rechnungen, bessere Schätzungen für künftige Projekte.
Agenturen: Retainer-Controlling, Marge pro Kunde, Mitarbeiter-Auslastung.
Architekturbüros: HOAI-Phasen-Transparenz, Nachträge dokumentieren, Baustellen-Zeiterfassung.
Anwaltskanzleien: Mandantenabrechnung nach Stunden, Verfahrens-Tracking, Gebührennachweis.
Consulting: Projektphasen transparent machen, Tagessätze rechtfertigen, Mehraufwand dokumentieren.
IT/Softwareteams: Sprint-Realität vs. Planung, Forecasts verbessern, Tech-Debt quantifizieren.
Design-Teams: Fokuszeiten schützen, Iterationsschleifen dokumentieren, Feedback-Runden realistisch kalkulieren.
Marketing: Kampagnen-Aufwände tracken, Content-Produktion optimieren, Channel-Performance vs. Zeitinvest bewerten.
Praxis-Tipp: Startet mit einem Pilotprojekt. Die durchschnittliche Einarbeitungszeit und Akzeptanzzeit im Team liegt bei 2–3 Wochen.
Ist Zeiterfassung 2026 in Deutschland Pflicht? Ja. Seit dem BAG-Urteil 2022 müssen Arbeitgeber Beginn, Ende und Überstunden erfassen. Ebenso sind Pausen- und Ruhezeiten zu beachten. Ein konkretes Gesetz zur Umsetzung wird erwartet, die Pflicht gilt aber bereits jetzt.
Passt digitale Zeiterfassung zu Vertrauensarbeitszeit? Ja. Flexibilität bleibt erhalten – die Zeiterfassung liefert den Nachweis, nicht die Kontrolle. Wann gearbeitet wird, entscheidet weiterhin das Team.
Was kostet eine Zeiterfassungs-Software? Von kostenlos (mit Einschränkungen) bis ca. 5–15 € pro Nutzer/Monat für professionelle Tools. Entscheidend ist, was ihr braucht: Nur Stundenerfassung, die dann aber richtig? Oder auch Projektcontrolling und Abrechnung?
Welche Zeiterfassung eignet sich für Freelancer, Selbstständige und Teams? Ideal sind schlanke Tools mit schnellem Time-Tracking, einfachem Onboarding, Projektzuordnung und Export für Rechnungen. Ohne Overhead, ohne Softwareschulung.
Was ist mit Datenschutz und DSGVO? Zeiterfassungsdaten sind personenbezogen. Wichtig: Nur erfassen, was nötig ist, Zugriffsrechte klar regeln und Daten nicht zweckentfremden. DSGVO-konforme Tools speichern Daten in der EU.
Digitale Arbeitszeiterfassung 2026 ist der seltene Fall, in dem Pflicht und Nutzen zusammenfallen. Sie macht Projekte kalkulierbarer, Teams gesünder und die Abrechnung schneller.
Und wenn ihr im Januar 2027 zurückblickt? Werdet ihr vielleicht auf ein Jahr mit weniger Frust und besseren Margen schauen.
„Zeiterfassung kann auch Spaß machen", „Unbezahlbar eigentlich…" und „Besser geht es nicht!" – das sagen unsere Nutzer*innen.
Nicht überraschend, denn wir stehen in stetigem Austausch mit unseren Usern und lassen Kundenfeedback direkt in die Feature-Planung einfließen. Unser Ziel: Zeiterfassung echt einfach und so angenehm wie möglich machen.
Was Tyme auszeichnet:
Verpasse nicht unsere Happy New Year Aktion: Bis Ende Februar gibt es 20 % Rabatt aufs Jahresabo – der perfekte Zeitpunkt also, um jetzt mit sauberer Zeiterfassung zu starten.